DSV beruft Langstrecken-Rekordweltmeister Lurz in die Expertenkommission

DSV beruft Langstrecken-Rekordweltmeister Lurz in die Expertenkommission

Als Reaktion auf die schwachen Leistungen der deutschen Schwimmer bei den Olympischen Spielen in London, soll nun eine elfköpfige Expertenkommission das Debakel aufarbeiten. Darunter befindet sich auch der Freischwimmer Thomas Lurz, der mit seiner Silbermedaille in London der einzige Lichtblick für den Deutschen Schwimm-Verband blieb.

Im Auftrag des DSV soll die Kommission jetzt über die Konsequenzen des enttäuschenden Olympia-Auftritts beraten, wie der Verband am Montag mitteilte. Zu ihren Aufgaben gehört es auch, zu allen vier DSV-Sparten Empfehlungen für deren künftige Struktur und Rahmenbedingungen abzugeben, mit dem Ziel die nächsten Olympischen Spiele in Rio wieder erfolgreicher zu bestreiten.

Vorstand der Kommission ist DSV-Präsidentin Christa Thiel. Zudem hat der Verband neben Langstreckenschwimmer Thomas Lurz noch Leistungssportdirektor Lutz Buschkow und Generalsekretär Jürgen Fornoff berufen. Hinzu kommen der Präsident des hessischen Verbands, Werner Freitag, und Vico Kohlat, Vizechef im nordrhein-westfälischen Landesverband.

Des Weiteren gibt es fünf externe Vertretern, darunter Hockey-Bundestrainer Markus Weise, Professor Lutz Nordmann, Direktor der Trainerakademie Köln, Dirk Schimmelpfennig, Sportdirektor des Deutschen Tischtennis-Bundes, Ralf Scholt, Sportchef des Hessischen Rundfunks, und den stellvertretenden Leistungssportdirektor des Deutschen Olympischen Sportbunds, Thomas Sinsel.

Die Kommission hat viel Arbeit vor sich. Bereits kurz nach den letzten Schwimmwettkämpfen in London sagte Buschkow “Wir haben es nicht geschafft, den Abwärtstrend, den es seit den Spielen 2004 gibt, zu stoppen. Unsere Topathleten konnten ihre Leistung nicht abrufen, wir haben den Anschluss an die Weltspitze verloren.”