PRESSE: Schlag den Lurz – Stadt Würzburg richtete Pool-Party zum guten Zweck aus

PRESSE: Schlag den Lurz – Stadt Würzburg richtete Pool-Party zum guten Zweck aus

Thomas Lurz Pool Party
Wettkampf im Dalle: Bei der Dankesfeier der Stadt für den mehrfachen Schwimm-Weltmeister Thomas Lurz musste sich der Schwimmer auch mit Landrat Eberhard Nuss im Rollstuhlparcours messen.Foto: Mainpost/DANIEL PETER

Sein Rezept für den Erfolg ist eigentlich ganz einfach: „Man muss einfach Lust haben, Champion zu sein“, sagte Thomas Lurz gestern Nachmittag auf der Bühne im Dallenberg-Bad. Die Stadt hatte – mit Unterstützung durch Funkhaus und Würzburger Hofbräu – ihrem Ausnahmesportler Nummer eins eine „Pool Party“ spendiert, um ihn für seine zahlreichen Erfolge zu ehren. Ins Wasser gefallen ist die Veranstaltung nicht, aber nach dem schlechten Wetter der Tage davor waren nur wenige Menschen im Dallenberg-Bad. Gut 200 Würzburger, unter ihnen Ex-Postminister Wolfgang Bötsch, der ehemalige Oberbürgermeister Georg Rosenthal und zahlreiche Stadträte, kamen dazu, um Thomas Lurz zu feiern. Der zwölffache Weltmeister – im vergangenen Jahr machte er in Barcelona das Dutzend voll – kam direkt vom Training aus dem Adami-Bad ins „Dalle“. 16 Kilometer hatte er am Freitag absolviert, um sich auf die Langstrecken-Europameisterschaft in Berlin vorzubereiten.

UM DEN ERDBALL GESCHWOMMEN

„Fünf Wochen vor dem Wettkampf muss man schon was tun“, so Lurz. Er tut das seit gut 25 Jahren und ist dabei inzwischen umgerechnet einmal rund um den Erdball geschwommen. „40 000 Kilometer müssten es inzwischen sein“, sagte der zweifache Olympia-Medaillengewinner. Elf Trainingseinheiten absolviert er pro Woche, und das seit vielen Jahren: „Ausschlaggebend ist die Motivation. Wer solche Strecken schwimmt, muss verrückt sein und besser sein wollen als andere“, sagte Lurz. Die Erfolge geben ihm recht – nur eine olympische Goldmedaille fehlt ihm noch in seiner Sammlung. Ob er 2016 im Alter von 36 Jahren bei den Spielen in Rio de Janeiro noch einmal antreten wird, hat er noch nicht endgültig entschieden: „Letztes Jahr ist es gut gelaufen für mich, dieses Jahr bisher auch. Nach den Europameisterschaften sehen wir weiter.“ Im Moment stehen die Zeichen gut, dass er in zwei Jahren in Rio noch einmal angreifen wird. Oberbürgermeister Christian Schuchardt sprach Lurz im Namen der Stadt seine persönliche Wertschätzung aus: „Wir danken einem Sportler, der über einen sehr langen Zeitraum unglaubliche Leistungen gebracht hat und der auch menschlich klasse ist“, sagte Schuchardt. Durch die Vielzahl seiner Erfolge habe Lurz sich um die Stadt verdient gemacht und den Namen der Stadt in aller Welt bekannter gemacht. „Wir danken ihnen für ihr sportliches und persönliches Engagement“, so der OB.

 

1200 EURO FÜR DIE  STIFTUNG

Das persönliche Engagement zeigt sich in der Stiftung zur Förderung des Behindertensports, die Lurz zusammen mit Dieter Schneider ins Leben gerufen hat. 1200 Euro von Sponsoren und vom Erlös der Poolparty kommen nun der Stiftung zu Gute. Beim Programmpunkt „Schlag den Lurz“ zeigte der 34-Jährige dann im Wettstreit gegen den Würzburger Landrat Eberhard Nuß im Rollstuhl und gegen Sportreferent Muchtar Al Ghusain mit blickdichten Augenbinden, mit welchen Handicaps körperlich behinderte Sportler im Training und im Alltag zu kämpfen haben und trotzdem Weltklasseleistungen erbringen. „Ich war noch nie verletzt oder krank, andere Menschen haben nicht so viel Glück. Wir wollen mit der Stiftung etwas zurückgeben“, sagte Thomas Lurz.

Quelle: Mainpost