PRESSE: Thomas Lurz als Laudator bei den “Realstars Award”

PRESSE: Thomas Lurz als Laudator bei den “Realstars Award”

MAINPOST – s.Oliver feierte in einer großen Gala seine Mitarbeiter, zeigte eine neue Kollektion und hatte deutsche Prominenz geladen.

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Laudator Thomas Lurz beim Realstar Award (Quelle: s.Oliver)

Man könnte es einen „Bahnhof der Eitelkeit“ nennen, das Foyer der Frankfurter Jahrhunderthalle. Aufgereiht stehen die vielen Damen und ein paar Männer in Anzug und rauschenden Ballkleidern den roten Teppich entlang. Die schimmernden Stoffe knistern, wenn sie einander berühren. Fotohandys werden zuhauf gezückt, um den Moment festzuhalten. Getuschel. Vorfreude. Kleid-Vergleiche. Geduldig warten die -Mitarbeiter, bis sie vor die Fotowand treten, sich im Blitzlicht wenden, posieren und abgelichtet werden. Heute ist ihr Abend, die „Real-Stars-Gala“, eine Gala für die „echten Stars“. Und noch während die Lichtpunkte vom Blitzlicht vor den Augen der Geknipsten flimmern, heißt es: „Nächster Bitte“ – die 1800 geladenen Gäste sollen alle ihren Augenblick bekommen.

Das Rottendorfer Modeunternehmen hatte am Samstag geladen, um die Menschen zu würdigen, die jeden Tag in den 932 eigenen Läden und kooperierenden Verkaufsstellen ihre Arbeit tun. Nach und nach trudeln dann ein paar Promis ein, stöckeln – ohne anzustehen – über den roten Teppich, lächeln, beantworten Fragen von hektischen Journalisten. Marie Nasemann, ehemalige Topmodel-Finalistin verrät, dass ihre Cousine aus Karlstadt kommt und ihr bodenlanges grünes Kleid von s.Oliver. Sara Nuru, Topmodel-Gewinnerin, freut sich auf die Gala und auf Auma Obama, die Halbschwester des US-Präsidenten, die an diesem Abend einen 50 000-Euro-Scheck für ihr kenianisches Hilfsprojekt „Sauti Kuu“ entgegennimmt. Geplänkel und Gegrinse, Rote-Teppich-Atmosphäre, wie man sie sich vorstellt. Mittendrin ein bekanntes Würzburger Gesicht: Oberbürgermeister Georg Rosenthal, Ehrengast, Laudator und Vertreter der Region. „Ich interessiere mich schon für Mode“, sagt er – fast rechtfertigend, vielleicht angesichts des hohen Frauenanteils um ihn herum – und beweist Fachwissen. Etro, das renommierte italienische Couture-Haus, würde er mögen, vor allem deren Drucke und Muster auf Krawatten. Bei Anzügen habe er ein paar Standard-Marken, „da kann ich fast blind kaufen“.

Ein paar Tage vor der Gala hatte er auch modischen Besuch im Rathaus: Qiu Shengxian, ein bekannter chinesischer Maler, der für die „s. Oliver Art Collection“ mit dem Rottendorfer Unternehmen zusammenarbeitet und dessen Motive die Stücke der limitierten Kollektion zieren. Bei einer Pressekonferenz am Samstagmorgen in Frankfurt wurde die asiatisch-inspirierte Kollektion vorgestellt. Qiu Shengxian fand auch ein paar Worte zu Würzburg: „Am besten hat ihm die Festung gefallen“, übersetzt sein Dolmetscher, der Shaghaier nickt lächelnd. „Die Menschen dort haben viel Kultur“, so sein Eindruck. Wenn er das nächste Mal in Würzburg ist, wolle er die Residenz genauer anschauen. Und das könnte schon bald der Fall sein. Eine weitere Zusammenarbeit mit Qiu Shengxian ist nicht ausgeschlossen – „wir haben auf jeden Fall Blut geleckt“, so s.Oliver-Geschäftsführer Mathias Eckert bei der Pressekonferenz.

Die Mitarbeiter sind bei der Gala am Abend begeistert von den Kleidern, Oberteilen, Hosen und Kimonos. Der Jubel ist groß, als die Models den Laufsteg betreten. Das Design – asia-inspirierte Drucke und Schnitte – erinnert stark an die Louis-Vuitton-Frühjahrskollektion 2011 von Modeschöpfer Marc Jacobs – ist nur um einiges alltagstauglicher, als die Laufstegmode. Und genauso möchte sich s.Oliver auch präsentieren: Exklusivität auf Alltagsniveau – „und zu Alltagspreisen“, betont Eckert. Man ist sich der Bodenständigkeit der Mode bewusst, ohne sein Licht unter den Scheffel stellen zu wollen. Eine Gratwanderung zwischen Mainstream-Mode und Kunst-Couture. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich im Herbst zeigen, wenn die Kleider in den Läden hängen. Eckert ist da zuversichtlich.

Realstar Award in Frankfurt
Schwimmstar Thomas Lurz mit Freundin bei dem Realstar Award in Frankfurt am Main

Zusammen mit Thomas Gottschalk führt er durch den Gala-Abend. Auftritte von Xavier Naidoo, Veronica Ferres und dem Würzburger Schwimmer Thomas Lurz tun ihr Übriges, um Star-Gefühl aufkommen zu lassen. Nach und nach werden die 13 Kategorien abgehandelt, nach denen prämiert wird. Höchster Umsatz oder beste Schaufenstergestaltung sind zwei von ihnen. Neben ein paar Sachpreisen von Werbepartnern des Unternehmens für die Sieger, erwartete die Gewinner und die 1800 geladenen Gäste vor allem eines: eine elegante, gar festliche Atmosphäre.Zum Ende der Veranstaltung tritt dann sogar der medienscheue Inhaber der Firma, Bernd Freier, ins Rampenlicht, um einen ganz besonderen „Real Star“ zu beglückwünschen: Die 62-jährige Irene Beetz aus Eßfeld. Sie ist von Beginn an bei s.Oliver – seit 41 Jahren. Ein Blumenstrauß von Freier, ein paar nette Worte von Thomas Gottschalk, dann neigt sich die Gala dem Ende zu.

Zu DJ-Musik wird noch bis spät in die Nacht getanzt, dann geht es mit von den hohen Hacken schmerzenden Füßen über den roten Teppich wieder nach draußen, in die kalte Frankfurter Nacht. Ein Jahr lang sind die 1800 Gäste in erster Linie jetzt wieder Verkäufer. 2014 werden sie wieder zu Stars – für einen Abend.