SCHWIMMEN-WM: Lurz auf der 5km Strecke – ZDF SPORTextra überträgt am Samstag 15:30 Uhr

SCHWIMMEN-WM: Lurz auf der 5km Strecke – ZDF SPORTextra überträgt am Samstag 15:30 Uhr

 Bei den WM-Rennen der Freiwasserschwimmer in Barcelona ist der zehnmalige Weltmeister Thomas Lurz wieder einmal der DSV-Starter mit den besten Medaillenchancen. Doch auch in der Frage, was sein nationales Erbe angeht, versprüht der 33-Jährige schon viel Zuversicht.

41145497Über einen Gast auf dem mexikanischen Eiland Cozumel freute sich Thomas Lurz im April ganz besonders. Henning Lambertz, der neue Chefbundestrainer der Schwimmer, besuchte die Freiwasserspezialisten beim Weltcup in den Gewässern östlich der Halbinsel Yucatán – was der Klassenprimus aus Würzburg ausgesprochen goutierte.Denn, so Lurz im Gespräch mit zdfsport.de: "Es ist schon wichtig zu sehen, dass das Freiwasserschwimmen ernst genommen wird. Gerade für die Jüngeren im Team.

Der Stadtkurs der Freiwasserschwimmer (youtube)

"Doppelter Favorit

Zumal Langstreckenschwimmer seit 2008 auch bei Olympia glänzen können. "Und auch irgendwann mal nach meiner Ära", werde es so sein, sagt Lurz.Bei den WM-Rennen im Hafen von Barcelona ist der zehnmalige Weltmeister einmal mehr der DSV-Starter mit den größten Medaillenchancen: Zum Start am Samstag über fünf Kilometer, und am Montag über die doppelt so lange olympische Distanz. Doch Vorzeigemann Lurz schwärmt auch schon von den jungen Männern, die ihn einmal beerben könnten.

Drei bis fünf Medaillen

Etwa von Rob Muffels, der in Barcelona über fünf Kilometer ins Wasser steigt. Oder von seinem Würzburger Trainingspartner Sören Meißner, der in der katalanischen Metropole im Becken über 800 und 1500 Meter Freistil startet und den er für Olympia 2016 ebenfalls sehr stark einschätzt.Oder von Andreas Waschburger, bei den Spielen in London Achter über zehn Kilometer, für die WM allerdings nicht qualifiziert."Das sind junge Leute mit Potenzial. Wenn die zu dritt oder viert sind, schaukeln sie sich gegenseitig hoch. Das ist dann so wie in den USA, das ist toll", sagt Lurz.Sein Bruder Stefan, DSV-Trainer der Freiwasserschwimmer, gibt für die WM in Barcelona als Ziel aus: "Minimal drei Medaillen. Aber wenn alles wahnsinnig gut läuft, können daraus auch fünf werden."Die Besten der WeltDa schwingt viel Zuversicht mit – ebenso wie bei seinem Bruder. "Wir sind", findet Thomas Lurz, "im Freiwasserschwimmen sehr gut aufgestellt. Auch im Nachwuchsbereich – da sind wir mit die Top-Nation der Welt. Wenn nicht sogar die beste."Er selbst pflügt auf jeden Fall noch bis zur Heim-EM 2014 durch die Weltmeere. Erst danach wird entschieden, ob er seinen olympischen Auftritten in Peking (Bronze) und London (Silber) noch einen dritten in Rio de Janeiro folgen lässt, um seine pralle Sammlung an WM-Gold womöglich doch noch mit einem Sieg unter den fünf Ringen zu krönen.

Von Andreas Morbach Quelle: ZDFSport

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