PRESSE: Freizeitvergnügen auf Weltniveau – 4. Würzburger Volksschwimmen im Main

PRESSE: Freizeitvergnügen auf Weltniveau – 4. Würzburger Volksschwimmen im Main

Thomas Lurz Volksschwimmen Würzburg„Was hier geschieht, hat Weltniveau“, so leitete ein sichtlich begeisterter Bürgermeister Dr. Adolf Bauer die Siegerehrung des vierten Würzburger Volksschwimmen am vergangenen Samstag ein. Fürwahr, die Arbeit, die seit Jahren beim SV Würzburg 05 geleistet wird, ist aller Ehren wert. Das Aushängeschild ist dabei der Rekordweltmeister im Langstreckenschwimmen, Thomas Lurz, dem es viel bedeutete, ebenfalls im Main zu kraulen. Schließlich wurde die Veranstaltung zu Ehren seines Vaters Peter nach dessen plötzlichen Tod vor sechs Jahren ins Leben gerufen.

„Es ist eigentlich ein bisschen schade, dass mein Name oft so im Vordergrund steht“, gab sich Lurz bescheiden, „da es beim SV 05 auch andere Weltklasseschwimmer gibt.“ Unter ihnen Leonie Beck, Svenja Ziehsler und Sören Meißner, die ebenfalls am Volksschwimmen teilnahmen. Hinzu kommt Stefan Lurz, Bruder des Weltmeisters und einer der erfolgreichsten Trainer im Schwimmsport, der viele seiner Schützlinge ins Rennen schickte.

Daneben wagten aber auch viele Freizeitsportler den Sprung in das Nass, das mit 18 Grad etwas kühl war und nach dem Rennen für den einen oder anderen Schüttelfrost sorgte. Geschwommen wurde über zwei oder fünf Kilometer, das gemeinsame Ziel befand sich am Würzburger Stadtstrand in der Sanderau.

„Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei. So ein Wettkampf macht einfach süchtig.“
Silke Albuquerque-Fuchs, Teilnehmerin beim Würzburger Volksschwimmen

 

Eine der etwa 150 Teilnehmer und Teilnehmerinnen war die 35-jährige Silke Albuquerque-Fuchs, die mit der Startnummer 47 ins Rennen ging und klarmachte, dass der Wettkampf von vielen Teilnehmern sportlich durchaus ernst genommen wurde: „Ich war so aufgeregt, dass ich am Vortag gar nicht schlafen konnte. Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei. So ein Wettkampf macht einfach süchtig.“ Mit einer Zeit von 1:06 Stunden über die fünf Kilometer gehörte das SV 05-Mitglied zwar nicht zur Spitze des Feldes, die Hauptsache der Veranstaltung stellt aber ohnehin das gemeinsame Schwimmerlebnis dar.

„Schwimmen ist einfach der schönste Sport für mich und hilft mir dabei, runterzukommen. Es trainiert sowohl den Mannschaftsgedanken als auch Körper und Seele“, so die IT-Spezialistin des Rottendorfer Modeunternehmens s.Oliver, bei dem auch Thomas Lurz als Sportbotschafter angestellt ist und dort die Angestellten bei Interesse trainiert. Einig sind sich beide, dass jeder Mensch und jedes Kind schwimmen können sollte, was bekannterweise ein großes Anliegen von Lurz ist: „Wenn ein Kind im Urlaub nicht schwimmen kann, könnte es sterben. Bei welcher anderen Sportart ist es sonst noch so wichtig, sie zu beherrschen?“, betont Lurz und unterstreicht auch den Fitnessgedanken des Sports: „Schwimmen kann wirklich jeder – unabhängig vom Alter, da weder Gelenke noch Bänder stark beansprucht werden. Dafür trainiert man jeden Teil seines Körpers – von den Fingerspitzen bis zu den Fußnägeln.“

Dass gerade er besonders gut in diesem Sport ist, bewies er auch beim vierten Würzburger Volksschwimmen, wo er die Männerkonkurrenz über fünf Kilometer erwartungsgemäß gewann. Allerdings stieß er dabei mit Meißner und Christian Reichert auf ernst zu nehmende Konkurrenten. Bei den Frauen sicherte sich Zihsler vor Ines Hahn und Isabell Neumann die Bestzeit. Allerdings, so die Ausrichter vom SV 05, war die Siegerehrung nicht die Hauptsache, denn gewonnen hatte am Ende jeder der Teilnehmer.

Quelle: MAINPOST (Stephan Rinke)

 Fotogalerie 4. Würzburger Volksschwimmen, 31. August 2013