EM-BERLIN: Nach BRONZE jetzt SILBER über 10km für Rekordweltmeister Thomas Lurz

EM-BERLIN: Nach BRONZE jetzt SILBER über 10km für Rekordweltmeister Thomas Lurz

swim.deMedaillengarant Thomas Lurz hat zum zehnten Mal in seiner Karriere Edelmetall bei Europameisterschaften gewonnen. Der Freiwasserschwimmer aus Würzburger schlug am Donnerstag auf der Regattastrecke in Berlin-Grünau über 10 Kilometer als Zweiter hinter Sieger Ferry Weertman an. Einen Tag nach seinem dritten Platz über 5 Kilometer musste sich Lurz über die doppelte Distanz nur dem Niederländer Weertman geschlagen geben. Der 22-Jährige distanzierte den Deutschen im Schlussspurt um mehrere Meter und gewann wie am Vortag seine Landsfrau Sharon van Rouwendaal den wichtigsten der vier EM-Wettbewerbe im Freiwasser. Nach fast 1 Stunde und 50 Minuten kam Lurz mit 2,8 Sekunden Rückstand ins Ziel. Dritter wurde Evgeni Dratzew aus Russland.

"Die Europäer sind sehr stark über diese Distanz. Ich bin zufrieden mit Silber", sagte Lurz. "Für mich zählen Medaillen und in zwei Rennen habe ich schon zwei gewonnen." Sein Wiesbadener Teamkollege Christian Reichert, mit dem Lurz vergangenes Jahr Team-Weltmeister wurde, erreichte das Ziel mit der Spitzengruppe und wurde Elfter, Andreas Waschburger konnte am Ende nicht ganz mithalten und belegte den 20. Rang.

Lurz: "Habe versucht, wegzukommen"

Zu keinem Zeitpunkt des taktisch geprägten Rennens gelang es einem Athleten, sich entscheidend vom Feld abzusetzen. Stattdessen bildete sich ein Pulk von rund 30 Schwimmern, das drei der vier Runden gemeinsam absolvierte. Während sich Lurz dabei von Beginn an in vorderer Position aufhielt, ließ es der spätere Sieger ruhig angehen. Nach der ersten Runde wurde Weertman nur auf Platz 35 geführt. Insgesamt waren 39 Athleten auf die Strecke gegangen.
Erst auf der Schlussrunde kam dann so richtig Bewegung ins Feld. Durch Tempoverschärfungen kämpften die Athleten verbissen um die beste Position für das Finale. Auch Lurz versuchte es. "Ich wusste, dass Weertman zum Ende hin stark sein würde. Deswegen versuchte ich auf dem letzten Kilometer wegzukommen", schilderte der 34-Jährige seine Sicht des Finals. Doch der junge Niederländer ließ sich nicht abhängen, konterte Lurz' Attacke und brachte den Sieg schließlich sicher unter Dach und Fach. "Ich wusste, dass ich gut drauf war", sagte Weertman. "Ich habe hart trainiert und hatte eine gute Vorbereitung"

Quelle: Text und Bild - swim.de