ENGAGEMENT: Thomas unterstützt als prominenter Pate die Mittelschule Heuchelhof

ENGAGEMENT: Thomas unterstützt als prominenter Pate die Mittelschule Heuchelhof

An der Mittelschule Heuchelhof ist kein Platz für Ausgrenzung und Diskriminierung: Das war die Botschaft der Aktion „Mobben Stoppen“. Eine Woche lang setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Themen Mobbing und Rassismus auseinander und überlegten, wie sie dem gemeinsam entgegentreten können.

Ausgezeichnetes Engagement: Thomas Lurz unterstützt die Aktion der Schule„Die Dimensionen von Mobbing haben sich verändert: Früher hat man Zettelchen geschrieben, heute gibt es Handys“, sagt Andreas Spehnkuch, der Jugendsozialarbeiter an der Mittelschule Heuchelhof, der das Programm der Woche federführend organisiert hat. Über das Internet verfolge Schikane die Kinder und Jugendliche heute bis nach Hause, so Spehnkuch. Die Aktionswoche solle Prävention leisten und die Schülerinnen und Schüler sensibilisieren. Mit externen Dozenten und in Gemeinschaftsaktionen beschäftigten sich die Schüler die ganze Woche über mit dem Thema Mobbing. „Den meisten war vorher gar nicht klar, was für Ausmaße Mobbing hat“, sagte Schülersprecherin Elisabeth Kojkov bei der Abschlussfeier.

Und auch gegen Rassismus setzten die Schüler ein Zeichen: So nahmen einige an der Anti-Nazi-Demonstration am 1. Mai, „Würzburg ist bunt“, teil. Zum Abschluss der Aktionswoche präsentierten die Schüler ihre Ergebnisse und wurden für ihr Engagement belohnt: Mit zwei Schildern mit der Aufschrift „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Dieser Titel ist ein Projekt des Vereins „Aktion Courage“. 1220 Schulen in Deutschland, 186 davon in Bayern, nehmen mittlerweile daran teil – eine davon ist jetzt die Mittelschule Heuchelhof. „Bei dem Projekt geht um jede Form der Diskriminierung“, erklärt der Landeskoordinator Bayern, Stefan Lutz-Simon, „die Schüler sollen sich überlegen: ,Wie wollen wir miteinander umgehen?‘“

Denn um als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet zu werden, müssen die Schüler selbst aktiv werden. Mindestens 70 Prozent der Schulgemeinschaft müssen eine Selbstverpflichtung unterschreiben. Diese beinhaltet den aktiven Einsatz gegen Rassismus und Diskriminierung ebenso wie das Ziel, mindestens einmal im Jahr eine entsprechende Aktion durchzuführen. Die Schüler der Mittelschule Heuchelhof haben fleißig Unterschriften gesammelt und fast 90 Prozent haben ihren Namen unter die Ziele gesetzt.

Besonders freuten sich die Schüler über die prominenten Paten, die zur Verleihung gekommen waren. Der Würzburger Freiwasserschwimmer Thomas Lurz unterstützt das Projekt ebenso wie die s.Oliver Baskets, die mit Alex King und Maurice Stuckey vertreten waren. „Wir haben in unserem Team so viele Nationalitäten, da hat Rassismus nichts zu suchen“, so Stuckey zu den Schülern.

Konrektor Winfried Gintschel ist mit der Woche zufrieden: „Die Schüler haben erlebt, wie man in der Gemeinschaft Erfolg haben kann. Jedes Individuum ist wichtig und macht unsere Schule bunt.“ Abgeschlossen wurde die Projektwoche mit einem Symbol: Zum ersten Mal seit 20 Jahren floss wieder Wasser durch den Brunnen vor der Schule. „Wasser verbindet und bedeutet Gemeinschaft“, erklärt Konrektor Gintschel. Zwar muss der Brunnen noch offiziell eingeweiht werden, aber die Schulleitung wollte es sich dennoch nicht nehmen lassen, die Aktionswoche so abzurunden.

Quelle: Mainpost.de