STIFTUNG: No Limits! Gemeinsam Sport treiben - Prominente Sportler unterstützen das Sportfestival

STIFTUNG: No Limits! Gemeinsam Sport treiben - Prominente Sportler unterstützen das Sportfestival

No Limits!

MAINPOST – Grenzen zwischen den Teilnehmern soll es keine geben: „No Limits“ ist der Titel und das Motto eines großen Sportfestes, bei dem behinderte und nicht behinderte Menschen an diesem Samstag, 21. September, auf dem Uni-Sportgelände am Hubland zusammentreffen und gemeinsam Sport treiben. Eingeladen ist jeder der Lust haben, einen Sport-Tag zum Mitmachen zu erleben.

Zahlreiche prominente Sportler sind bei der Veranstaltung am Samstag zu Gast, los geht es um 10 Uhr mit der offiziellen Eröffnung. Schwimm-Weltmeister und Olympionike Thomas Lurz und der ehemalige Fechter Dieter Schneider werden zusammen mit Uni-Präsident Alfred Forchel als Gastgeber den Startschuss für das Sportfest geben. Die von Lurz und Schneider gegründete Stiftung unterstützt die Ausbildung im Bereich Behindertensport an der Universität, gemeinsam wurde auch die Veranstaltung ins Leben gerufen.

Menschen mit und ohne Behinderung sind eingeladen, mit Spitzensportlern aus verschiedenen Disziplinen, allen voran natürlich Thomas Lurz persönlich, neue Sportarten auszuprobieren und dabei auch die Schwierigkeiten kennenzulernen, die Sportler mit körperlichen Handicaps überwinden müssen. „Es geht auch um die Wertschätzung für diese Sportler und ihre Leistungen. Auf die Besucher warten viele Überraschungen“, so Dieter Schneider. Schon bei der monatelangen Vorbereitung der Veranstaltung sind Schneider und seine Mitstreiter von der großen Bereitschaft zur Unterstützung ihrer Idee überrascht worden. Schirmherrin ist Landtagspräsidentin Barbara Stamm, die in ihrem Grußwort von einem „gelungenen Beispiel einer grenzenlosen Begegnung“ spricht.

Highlights No Limits!Erlebbare Inklusion

„Inklusion“, also die Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft, ist ein viel gebrauchter Begriff, der bei „No Limits“ begreifbar und erlebbar gemacht werden soll. „Hinter den tollen Leistungen behinderter Sportler stecken genauso viel oder sogar noch mehr Arbeit, Energie und Leidenschaft wie bei nicht behinderten Sportlern“, sagt Thomas Lurz. Der erfolgreichste Langstreckenschwimmer aller Zeiten hat in seiner Laufbahn immer wieder erlebt, „wie Sport verbindet, Grenzen überwindet, Respekt und Toleranz vermittelt“.

Im Wolfgang-Adami-Bad steht am Samstag von 11.30 Uhr bis 14 Uhr Schwimmen auf dem Programm. Ab 12 Uhr bestreiten Lurz und die Paralympics-Silbermedaillengewinnerin Elena Krawzow einige Schau-Wettkämpfe. Die Besucher können mit flossen gegen die beiden Top-Athleten antreten, mit Bändern und Brillen werden verschiedene Behinderungen simuliert.

Leichtathletik gibt es von 10.30 Uhr bis 16 Uhr zu Erleben. Zehnkämpfer Matthias Küsters aus Höchberg tritt – jeweils durch Hilfsmittel gehandicapt – gegen acht international und national erfolgreiche Behindertensportler in ihren Disziplinen an. Darunter sind die zweifache Paralympics-Goldmedaillengewinnerin von London, Birgit Kober (Speerwurf und Kugelstoßen) und die zweifache Weltmeisterin der Organtransplantierten, Franziska Liebhardt.

Beim E-Hockey mit Elektro-Rollstühlen treten die „Ballbusters Würzburg“ gegen ihren Bundesliga-Konkurrenten Black Knights Dreieich an. Im Blindenfußball misst sich die Würzburger Bundesliga-Mannschaft mit einem Prominenten-Team. Beim Biathlon tritt Staffel-Weltmeisterin Sabrina Bucholz um 15 Uhr gegen ihre beiden blinden Kolleginnen Nicole Hofmann und Clara Klug an.

Als weitere prominente Gäste haben sich aus der Sparte Fechten Sabine Bau (Weltmeisterin, fünf olympische Medaillen) und Rita König (Silber Florett Sidney 2000) angesagt, sie präsentieren Rollstuhlfechten zusammen mit Paralympics-Medaillengewinnerinnen.

Baskets im Rollstuhl am Start

Zum Abschluss des Tages tritt die zweite Mannschaft der s.Oliver Baskets auf Rädern gegen die Regionalliga-Rollstuhl-Basketballer des VdR Würzburg an. Bei der Knauf-Freiwurf-Challenge können die Besucher VIP-Tickets für Baskets-Heimspiele und Logentickets in der Münchner Allianz-Arena gewinnen.

Der Wetterbericht macht Hoffnung auf einen trockenen Tag, das Kommen lohnt sich aber auf jeden Fall: „Sollte es wider Erwarten regnen, verlegen wir so viele Programmpunkte wie möglich in die Hallen des Sportzentrums“, sagt Dieter Schneider.

Quelle: MAINPOST von Patrick Wötzel